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Dopplet & drüfach (2015): Texte

 

1. De Spunte-Jutz (Ringli)

Geschter bin i in en Spunte, läck du mir das isch dänn schtier
Sibe Chnuppesaager hocked amene Tisch und suffed Bier
Bi dänn wiiter in en Club, det wo di Schöne under sich,
sich alli sälber zelebriered, alli schön blöd, jung und riich.

 

Bi dänn glii scho zrugg id Beiz esonen Club isch nüt für mich
Schnurre zwar sälber mängisch tumm bin aber weder schön na riich
Bin an Schtammtisch aneghocked han es Bier gna und vernah,
was eso gaht und was im Blick staht und wer wenn warum bla bla…

 

S’ isch dänn immer gäächer worde, all de Eidgenosse-Stuss
doch wo ’s Trudi isch go iizie händ’s es Jüüzli gnah zum Schluss
s’ isch mer chalt de Rugge abe, s’ isch mer grad de Schnuuf ewäg
Hey die Seck händ chöne singe, dass di hind’regschträhled hät

2. De Stadel (Sulzer/Ringli)

De Stadel staht elei im Hang
Und de Nebel gaht dur sini Wand
Es Loch im Hag, de Trog isch leer
Es dämm’ret, de Himmel druckt schwer

Da stübed plötzlich d’Vögel all
Wie wild usenand vor em grosse Knall
De Hang rutscht ab, riisst alles kahl
De Stadel stürzt aben is Tal

Es knirscht und stöhnt de Hang verwacht
us tusigjährigem Schlaf und macht
sich uf de Wäg zum Talgrund hi
schlat Wälle und rollt sich ii

Es Schaf verzwiiflet, findt ke Halt
Verschwindet im Gröll, es grollt und knallt
Di ganzi Masse schliift und wogt
abe und schlat alles tot

De Hang isch kahl, de Fels isch gschellt
für immer und ewig entstellt
öd und läär, de Hang de bliibt
tot für unändlichi Ziit

Dune türmt sich Fels und Schlamm
Vom Stadel blibt kein einzige Stamm
über hundert Jahr det obe gsi
uf ein Schlag isch alles verbi

3. Beeri-Schottisch (Ringli)

​4. De Heimetvogel (Hess/Reinhardt)

5. Maskil (John Zorn/arr. Ringli)

6. Jetz mues öpis gah (Ringli)

De eint seit hü, de ander seit hot,
dise seit vorwärts und de rüeft stopp
de eint luegt nach Oschte und de ander nach Weschte
und jede findt das won er gseht am beschte
Aber jetz mues ändlich öpis gah

 

De eint seit morn, de ander seit hüt
De dritt seit geschter und de viert seit nüt
Dä seit schwarz und de ander seit wiss
und jede hät für sini Theorie en Bewiis
Aber jetz mues ändlich öpis gah

 

De eint isch taub, de ander isch blind
beidi gänd enand uf de Grind
Dä seit schwarz und de ander seit wiss
und jede hät für sini Theorie en Bewiis
Aber jetz mues ändlich öpis gah

7. Still (Sulzer/Ringli)

Still, still, still isch es gsi und dunkel und warm und du häsch liislig glacht
Still, still, still simmer gsi det am Waldrand im Gras i zmitzt i de Nacht

S’Füür flüscht’ret e gheimi Gschicht und murmlet e Melodie
D’Flamme zaubered Schattespiel an Waldrand vis a vis
De Summerwald isch finschter und d’ Wise-n-isch weich
Weich bisch au du und heiss, eso heiss

 

Wild, wild, wild simmer gsi det am Waldrand im Gras zmitzt i de Nacht

Still, still, still isch es gsi und dunkel und warm und du häsch liislig glacht
Schön, schön, schön isch es gsi det am Waldrand im Gras zmitzt i de Nacht

 

De Morgestern lüchtet, d'Nacht schlaft langasam ii
Wohlig und frisch stricht en Windhuch verbi
De Summerwald ruschet e Glogge schlaat fern
gern han i dich ja gern, eso gern

 

Still, still, still isch es gsi und dunkel und warm und du häsch liislig glacht
Wohl, wohl, wohl isch’s eus gsi det am Waldrand im Gras zmitzt i de Nacht
Wohl, wohl, wohl isch’s eus gsi det am Waldrand im Gras zmitzt i de Nacht

 

8. Bachtel-Schottisch (trad.)

9. S Schilte Ass (Motörhead/Ringli)

Wänn’d emal en Schieber wotsch mache ich mach mit
Mir günned mal, verlüred mal uf das chunt’s eh nöd aa
Jasse isch halt fun, günne isch egal man
Ich nimm alles was d’ gisch, di einzig woni bruuch isch
S Schilte Ass
Ja s Schilte Ass

Unenufe, Obenabe oder au en Trumpf
Gschobe oder erschti Hand, s isch alles nur es Spiel für mich,
Bock isch Bock, de Puur schticht s Näll
Stöck Wiis Stich, de Göpf Egg hät gseit wie’s isch,
S Schilte Ass
Ja s Schilte Ass

Bi  gebore zum Verlüre und Jasse isch für d’ Füchs
Aber ich machs gern mit dir
Ich wott gar nöd für immer Läbe

Vergiss mer nöd d’Stöck z wiise

S’Läbe das isch ätzend, Jasse das isch cool,
Schieber, Coiffeur, oder au en Schälle-Jass,
Ich gseh du wotsch nöd hei, nimm en Schluck – du gisch!
S einzig woni bruch, s einzig woni wott isch
S Schilte Ass
Ja s Schilte Ass

10. Hopp Marianneli (trad.)

Hopp hopp Marianneli
Hütt wämmer luschtig sii

Hopp hopp Marianneli
Nimm no en Schluck vom Wii

Lupf dini Chnüü, lupf dini Füess
Tanze macht s’Lebe süess

Schwing dis Bei, drei di um
Bring dini Hüft in Schwung

Schüttle dini Öpfeli
D’Birli wänd gschüttlet si

11. Oberländer-Galopp (trad.)

12. Altfrentsch Nr. 2 (trad.)

13. S ungnaue Heiweh (Fischhohl/Martin Suter)

Han es ungnaus Heiweh, flüchtig wien es Gas
Weiss nume, dass es da isch, weiss nöd emal nach was
Ha Heiweh nach furt, ha Heiweh nach wiit
Ha Heiweh nach nöd da, ha Heiweh nach Ziit

S schwümmt so i mir ume, schlüpfrig wien en Fisch
Und wänn is wetti packe, weiss i nöd, wo s isch
Ha Heiweh nach näh, ha Heiweh nach ha
Ha Heiweh nach bhalte, ha Heiweh nach gah

S stiigt eifach i mir ufe und s taucht i mir ii
Und fascht sit ich cha denke, ischs i mir ine gsi
Ha Heiweh nach leer, ha Heiweh nach Blau
Ha Heiweh nach nüme, ha Heiweh nach Tschau

 

S huust i mim Inelebe, als wärs det elei
Wenigstens fühlt sich s Heiweh i mir ine dehei
Ha Heiweh nach rein, ha Heiweh nach klar
Ha Heiweh nach suuber, ha Heiweh nach wahr

 

14. Wulche (Ringli)

Graui Wulche über em Land, dunkelgrau wie n en nasse Elefant, dicht wie n e Wand
En iisige Wind blast übers Land, vertribt de Näbel aber d Wulche wie n e Wand
blibed hange, mached zue, da chasch nüt mache bald isch rue

Über de Wulche det schiint d’Sunne hell und warm das wüssed all
Über de Wulche gits kei Sorge und nu Freiheit überall
Über de Wulche det schiint d’Sunne hell und warm das seit mer zue
Aber wie chum ich det ue?
Über de Wulche det schiint d’Sunne hell und warm das isch mer klar
Über de Wulche gits kei Sorge und s isch alles wunderbar
Über de Wulche det schiint d’Sunne hell und warm das seit mer zue
Nume wie chum ich det ue?

 

Schwarzi Wulche wie n e dunkli Macht, inere mondläre Nacht, e tonneschwäri Fracht
und d Wulche wie n e Wand blibed hange, mached zue,
da chasch nüt mache bald isch rue

Über de Wulche det schiint d’Sunne hell...      

 

15. Richards-Polka (Ringli)

 

16. Ufstah-Jodel (Sulzer)